Sirmione, nicht nur ein Thermalkurort!

Sirmione, das von den Einheimischen "Sirmiù" genannt wird, liegt am Südufer des Gardasees auf einer in den See hinein ragenden Halbinsel.
Heute hat Sirmione besonders als gehobener Ferienort mit seinen zahlreichen Hotels und anderen Ferienunterkünften, gastronomischen Einrichtungen und Geschäften mit weit gefächertem Angebot immer mehr an Bedeutung gewonnne. Der Ausflugstourismus, in Form tausender  Tagesausflüglern, hat den Ort das ganze Jahr tagsüber fest im Griff. Mit seinen hochmodernen Kureinrichtungen verfügt Sirmione über das größte private Thermalzentrum Italiens.

Die Geschichte der Halbinsel reicht bis in die Steinzeit im 2. Jahrtausend v. Chr. zurück. Zur Zeit der Römer war die Halbinsel ein Ferienort für höhergestellte Familien. Von den in dieser Zeit entstandenen drei Villen sind heute nur die "Grotten des Catull" auf dem letzten der drei Hügel erhalten. Der Name Grotte di Catullo wurde im 15. Jh. verliehen, obwohl man nicht sicher ist, ob gerade dies die Villa des lateinischen Poeten Catullo war.

In Anbetracht der herrlichen Lage, der Präsenz von historischen Wahrzeichen und der schwefelhaltigen Bojola-Heillquelle, die bereits die Roemer schätzten, ist Sirmione heute eine echte Perle des Tourismus.

Im Jahre 2009 feierte das heute hochmoderne Thermalzentrum von Sirmione 120 Jahre Bestehen. Das Thermalwasser wird zur Linderung bestimmter Formen der Schwerhörigkeit, aber auch zur Therapie von Hautkrankheiten, Rheumatismus und Erkrankungen der Atemwege eingesetzt. Um auch die angenehme Seite der Thermen zu nutzen, wurde das Zentrum „Acquaria“ eingeweiht.
Die bedeutensten Thermalzentren sind "Catullo" und "Virgilio".

Die Scaliger-Burg mit ihrer Wasserbruecke und der Ringmauer, ist das Wahrzeichen von Sirmione und auch der einzige Zugang zur Altstadt. Die Burg wurde im 13. Jh. auf Wunsch von Mastino I della Scala erbaut, dem Stadtherren von Verona, als Standort und Anlegeplatz fuer die Flotte der Scaliger.
Die Altstadt von Sirmione ist durch enge Gassen und ruhige Plätze geprägt, in denen der Besucher u.a. zahlreiche Boutiquen und Antiquitätenläden, Cafés und Restaurants findet.

Weitere Sehenswürdigkeiten sind:  die Kirche von S. Pietro in Mavino aus der Zeit der Langobarden und im Jahre 1320 vollstaendig renoviert mit Fresken aus verschiedenen Epochen ab dem 14.Jhr. in ihrem Inneren. Die Ueberreste der Kirche S. Salvatore in Cortine erbaut zwischen 765 und 744 auf Wunsch der Koenigin Ansa, Gattin des letzten langobardischen Koenig Desiderio.
Die Pfarrkirche Santa Maria Maggiore aus dem 15. Jh., sie enthält Fresken und eine Holzstatue der Muttergottes aus der selben Periode.